Ruaridh Pooler an der Esse beim Schmieden

Der Blacksmith von Haunsheim und seine Messer

Ruaridh Pooler, der 27-jährige Schotte aus Edinburgh hat sich entschieden: Er will Messer schmieden. Eine klare Ansage für einen, der in der MAYBE Generation aufgewachsen ist. Einer Generation, die sich angeblich nicht festlegen will – es könnte ja immer noch eine bessere Variante des Lebens geben. Doch wie findet man seinen Weg?

Der Schotte hat in seinem bisherigen Leben schon vieles angefangen und ausprobiert. Er war Student für Deutsch und Japanisch, Türsteher, Whiskeyverkäufer, Maurer, Zimmermann, Masseur. Hat Schmiedekurse in Amerika und Schottland absolviert und bei einem Graveur gearbeitet. Er weiß, wie man Messer schleift, kann mit Holz gut umgehen und schnitzt herrliche Griffe für seine Messer. Er lebte in England, Schottland, Japan, Amerika und wieder Schottland, bis er durch einen glücklichen Zufall nach Deutschland kam und jetzt in der denkmalgeschützten Schmiede von 1620 in dem kleinen Dorf Haunsheim seine Messer schmiedet.

Die historische Schmiede von Haunsheim

Der Weg ist das Ziel

Die Generation Y hat es nicht leicht. Getrieben vom Wunsch immer die beste Möglichkeit gewählt zu haben, nichts Wichtiges zu verpassen, dabei immer spontan und flexibel zu sein, das Entweder-Oder abzuwägen, leben die heute fast 30 jährigen unter einem ständigen Druck. Am liebsten wäre ihnen der direkte Weg von A nach B zum großen Glück. Doch dass es im Leben Sackgassen und Irrwege braucht, dass es nicht immer um Alles-oder-Nichts geht, ist schwer zu akzeptieren. Nur durch Erfahrungen können wir ein Bauchgefühl für unsere Interessen entwickeln, um dann Entscheidungen mit Kopf und Bauch zu treffen, hinter denen wir stehen. Garantien für die richtige Entscheidung sind dabei nicht inbegriffen.

Ruaridh weiß heute nicht, ob er in Haunsheim bleiben wird, doch er kann auf einen großen Erfahrungsschatz für seine Entscheidung zurückgreifen. Vor einem Jahr ist er dem Aufruf seines Freundes Thomas Deisler gefolgt und ist mit seinem einzigen Besitz, seinem weißen Kastenwagen mit der Aufschrift VOYAGERFORGE nach Deutschland gefahren. Mit Hilfe seines Mäzen, dem Bürgermeister von Haunsheim, Chistoph Mettel hat er sich seine Schmiede aufgebaut. Es war ein hartes Jahr und laut Ru ist es für ihn außergewöhnlich, ein Jahr lang an einem Ort zu bleiben. Seiner Passion ist sich Ru aber gewiß:

„Ich möchte aus alten Dingen, etwas Neues machen. Meine ganze Kraft und meine Kreativität in ein Messer geben.“

Jeder ist seines Glückes Schmied!

Heute steht der junge Schotte erneut an einer Weggabelung. Das eine Jahr in der Schmiede hat ihm viel Erfahrung gebracht, ihm aber auch seine Grenzen aufgezeigt. Außer der Esse und dem Amboss mangelt es ihm an vielem. Gutes Werkzeug, ein ordentlicher Schmiedehammer und der Erfahrungsschatz eines Lehrmeisters. Nur mit der eigenen Körperkraft die einzigartigen Damaszener Messer zu schmieden ist auf die Dauer unwirtschaftlich und für den Körper eine Katastrophe. Daher wird sich Ru entweder bald wieder aufmachen und zu den besten Messerschmieden der Welt reisen, um sein Können zu vervollkommnen oder aber sein Auftragsbuch mit aktuell 30 neuen Bestellungen abarbeiten und weiter aus seinen eigenen Erfahrungen lernen und wie immer sein Bestes geben. MAYBE. Sein Talent, seine Kreativität und seinen Mut den gewählten Weg zu gehen, kann ihm dabei keiner nehmen.

Stolz wie Bolle mit meinem neuen Messer – damit lässt sich gut schnippeln!

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